Fronleichnam Wilting 2026
Fronleichnam bringt den Glauben auf die Straße
Die Feierlichkeiten starteten um 9 Uhr mit der Eucharistiefeier in der St. Leonhardkirche, die Pfarrer Florian Frohnhöfer und der Chor mit Leiter Reinhard Hößl und Organistin Maria Greil feierlich gestalteten.
In seiner Predigt zeigte der Geistliche einmal eine Münze in einer Hand und die Hostie in der anderen Hand und stellte die Frage: „Welches der beiden Dinge, die ich in der Hand halte, würden Sie wählen?“ Die Kommunionkinder stimmten für die Hostie. Die glänzende Münze ist das Symbol für Macht, Sicherheit, Tauschwert und das Machbare in dieser Welt. Wer Geld hat, kann sich Dinge leisten, hat Einfluss und Sorgenfreiheit. Auf der anderen Seite eine unscheinbare weiße Hostie – die für uns in der Wandlung zum Leib Christi wird. Kein großer materieller Wert, aber das Zeichen für Hingabe, Gemeinschaft und das ewige Leben. Sie erinnert daran, dass das Entscheidende im Leben nicht käuflich ist. Vergebung, Trost, der Frieden im Herzen, die Hoffnung über den Tod hinaus – das kann man nicht mit Geld bezahlen. In der Kommunion sagt uns Christus: Ich gebe mich dir ganz hin.
Nach dem Gottesdienst setzte sich eine große Prozession in Bewegung - Ministranten mit dem Kreuz und Weihrauch und Schifferl, Fahnenabordnungen der kirchlichen und weltlichen Vereine, der Kirchenchor, die weiß gekleideten Kommunionkinder sowie zahlreiche Gläubige mit Bürgermeister Markus Sölch bildeten einen eindrucksvollen Zug. Unter dem von Mitgliedern des Burschenvereins Traitsching getragenen Baldachin führte der Geistliche Pfarrer Frohnhöfer die Monstranz mit dem Allerheiligsten zu den vier gestalteten Altären in Loifling und Wilting. Weiterhin schossen die Loiflinger Böllerschützen ihren Ehrensalut für das Allerheiligste bei der Segnung des Leibes Christi an den vier Altären.
Der erste Altar befand sich bei der Familie Hecht. Den zweiten Altar gestaltete die Familie Schiegl in Loifling. Der dritte Altar stand vor der Loiflinger Kapelle, der vierte Altar wurde vom Frauenbund Wilting gestaltet. Dies war ein besonderer Blickfang.
Seit letztem Jahr hat sich das Team „Blumenteppich des Frauenbundes“ etwas neues einfallen lassen. Ein Teil der Kommunionkinder gestalteten kleine Blumenarragements in Pizzaschachteln, die in den Blumenteppich eingegliedert wurden. Nach dem Schlusssegen lud Zweigvereinsvorsitzende Doris Pongratz alle zum Grillfest ein.
Das Grillfest des Frauenbundes Wilting zeigte einmal mehr, wie eng Glaube und Brauchtum miteinander verbunden sind. Bei Grillfleisch, Schnitzel und Getränken war Zeit und Raum für Begegnung und Austausch.