Komm Heiliger Geist, kehr bei uns ein
Letzten Freitag erlebten 48 Mädchen und Buben der Pfarreiengemeinschaft Wilting- Sattelpeilnstein und Sattelbogen ihren Firmtag in der größten Kirche der drei Pfarreien. Weihbischof Dr. Josef Graf war dazu in die feierlich geschmückte Pfarrkirche St. Leonhard nach Wilting gekommen.
Neben fünf Ministranten begleiteten der Ortsgeistliche Pfarrer Florian Frohnhöfer und Vikar David Lubuulwu den Weihbischof beim feierlichen Einzug in das volle Gotteshaus. Der Wiltinger Kirchenchor unter der Leitung von Reinhard Hößl und Organistin Maria Greil sorgten für eine würdige musikalische Umrahmung der Feier.
Pfarrer Florian Frohnhöfer hatte herzliche Begrüßungsworte für den hohen Gast aus Regensburg sowie für die Firmlinge, ihre Paten, Eltern, Geschwister und Großeltern. Weihbischof Dr. Josef Graf eröffnete die Heilige Messe mit dem Kreuzzeichen.
Eine Firmmutter übernahm die Apostelgeschichte und aus dem Evangelium zitierte Vikar David Lubuulwa die Worte des Evangelisten Johannes: „Wenn jemand mich liebt, wird an meinen Worten festhalten. Das Wort aber stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat“.
Die Fürbitten später trugen die Firmkinder und -paten vor. In seiner Predigt ließ der Weihbischof die jungen Christen aus den 5. und 6. Klassen zunächst überlegen, wer oder was sie in ihrem Leben begeistere. Manche seien von einem Sänger oder Sängerin begeistert. Fußballspielen mit der Weltmeisterschaft zur Sprache bringend könne Auslöser für Begeisterung sein.
Weihbischof Dr. Graf dagegen ist von Menschen begeistert, die trotz manch schwerer Schicksalsschläge ihr Leben meistern. Des Weiteren begeistern den Weihbischof Mitmenschen, die sich für andere einsetzen, die sich ehrenamtlich engagieren und die uns Mitmenschen als Vorbild dienen können.
Ausgehend vom Wort „Begeisterung“ schlug der Firmspender die Brücke zum Pfingstereignis, bei dem der Heilige Geist in Feuerzungen auf die Jünger herabkam und in ihnen die Begeisterung weckte, bis an die Grenzen der damaligen Welt zu gehen, um die Botschaft der Auferstehung zu tragen.
Der Heilige Geist sei eine Gabe Gottes und somit auch eine Aufgabe an uns Menschen, diese Gabe zu nutzen und mit Leben zu erfüllen. „Dies sei in unserer modernen Zeit gar nicht so einfach“, gab Graf ehrlich zu bedenken. „Es liegt an euch, ob die Kirche und unser Glauben in 20 oder 30 Jahren auch noch Bestand haben“ Nach der Erneuerung des Taufversprechens und dem großen Segensgebet über die Firmlinge begann das eigentliche Firmgeschehen. Persönlich wurde jeder Firmling mit seinem Vornamen angesprochen: „Benedikt, sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist.“ Dabei malte der Firmspender den Jugendlichen mit Chrisam das Kreuzzeichen auf die Stirn. Bleibenden Eindruck hinterließ der Weihbischof bei seinem ganz persönlichen Friedensgruß, dem er jedem einzelnen Firmling und den Paten nach der Salbung mit freundlichen Worten und herzlichen Gesten zusprach.